Studienbereich Wirtschaftskriminalistik
Jedes zweite grosse Unternehmen war in den vergangenen drei Jahren Opfer wirtschaftskrimineller Handlungen. Die Dunkelziffer wird auf über 80 Prozent geschätzt. Zu diesen Ergebnissen kommen verschiedene aktuelle Studien grosser internationaler Treuhand- und Revisionsgesellschaften.
Die häufigsten Schäden ergeben sich aus klassischen Vermögensdelikten wie Veruntreuung und ungetreue Geschäftsbesorgung oder gar Betrug. Auch Eigentumsdelikte wie Diebstahl spielen weiterhin im betrieblichen Umfeld eine grosse Rolle. Weniger häufig, dafür aber meist mit höheren Schäden verbunden sind beispielsweise die Fälschung von Finanzinformationen, Korruption, Subventions- und Abgabedelikte oder die Verletzung des Immaterialgüter- und Kartellrechtes.
Solche Gesetzesverstösse setzen zumeist eine bestimmte Stellung in der Unternehmenshierarchie voraus. So war das Top-Management in der Vergangenheit nur an zwei Prozent der Diebstähle, aber an jeder zweiten Fälschung von Jahresabschlüssen beteiligt. Der durch Wirtschaftskriminalität entstandene volkswirtschaftliche Schaden ist enorm und geht wohl inzwischen in die Milliarden.

